Ich knotete den Strick fest an den Kokosnussbaum und folgte der Leine zurück zu meinem Lieblingswasserbüffel. Er war viel größer als ich, aber ich hatte keine Angst vor dem ledernen Körper und den großen Hörnern, es war ein sanftes, gutmütiges Gesschöpf. Er graste und ich streichelte sein weiches Haar an seinem Ohr während er das Gras kaute. Er schubste mich beiseite um seine Zunge um ein Grasbüschel neben meinem Fuß zu schlingen. Das Grasbüschel schabte an meinen Bein entlang. ,,Au! Das tut weh." Ich gab dem Tier spielerisch einen Klaps auf seine schlanke Seite. Er schlug mit seinem Schwanz, als ob eine Fliege auf ihm gelandet wäre und ging zu anderen Grasbüscheln hinüber.
,,Komm und pass auf das Baby auf." Die klare Luft Nordost Thailands trug di schrille Stimme meiner Mutter zu mir. Ich hob meinen Sarong an und hüpfte nach Hause. Ich war neun Jahre alt und hatte ein unbeschwertes, sorgenfreies Leben. Unser Haus was aus rauem Bauholz gebaut, die Rinde war noch auf dem Holz. Es war eine einfache Konstruktion, ein Zimmer und Balkon, auf Stelzen gebaut mit einem Palmstrohdach. Der freire Platz unter dem Haus was eingezäunt um Vieh zu halten. Unser Haus war eines von vieren auf einer Lichtung mitten in der Wildnis. Ein Trampelpfad führte durchs Unterholz zu fünf weiteren, ähnlichen Lichtung mit größeren Familien. Die sechs Lichtungen bildeten ein Dorf. Unsere Lichtung lag am nächsten am der Staubstraße die zur Stadt führte. Ein Fußmarsch zur Stadt dauerte ungefähr fünfzehn Minuten, fünf, wenn man lief. Die Stadt hatte eine geteerte Straße mit Häusern und Geschäften auf jeder Seite. Dort waren auch ...
